Dampflok

52 8038

Unsere Dampflokomotive aus dem Jahre 1943 stammt aus der Lokomotivfabrik Krenau. Sie stammt aus der für den Krieg gebauten „Wegwerf“-Baureihe 52, wurde lediglich für eine Lebenserwartung von fünf bis zehn Jahren ausgelegt.

Die Lokomotive wurde als 52 5274 in den Dienst gestellt. Eine umfassende Rekonstuktion erfolgte 1961 bei der Deutschen Reichsbahn in der DDR und sie wurde in 52 8038 umgezeichnet.

Die Maschine ist bei uns im Zustand der 1960er Jahre im Einsatz, wobei durch Änderungen der Eisenbahn Bau und Betriebsordnung kleine Abweichungen nicht zu vermeiden sind.

Nach dem Krieg verblieben etwa 800 von rund 7.000 urspünglich gebauten Lokomotiven der Baureihe 52 in der DDR, die wegen des Mangels an Einheitsdampflokomotiven für den Güterverkehr, noch lange nicht auf die Kriegsdampflok verzichten konnte.

Um dem Eisenbahnbetrieb auf längere Sicht eine alltagstaugliche Lokomotive zur Verfügung stellen zu können, wurden 64 Maschinen der Baureihe 52 ab Mitte der 1950er Jahre generalrepariert. Dabei wurden die neu entwickelten Mischvorwärmer der Bauart IfS sowie Stellkeile für die Achslager und bei 34 Maschinen neue geschweißte Stehkessel eingebaut. Diese Reparaturen stellten sich schon nach kurzer Zeit als unwirtschaftlich heraus, da die Umbauten der alten Kessel teurer wurden als die Beschaffung von Ersatzkesseln. Durch Schwierigkeiten mit St 47K Kessel bei der Einheitslok Baureihe 50 wurde dafür Ende der 1950er Jahre ein Ersatzkessel konstruiert, der auch eine Feuerung mit minderwertigen Brennstoffen erlaubte. Der Kessel wurde vollständig geschweißt, hatte eine Verbrennungskammer und die neue Mischvorwärmeranlage erhalten. Dieser Kessel erwies sich als sehr leistungsfähig.

Da die Baureihe 52 aus der Baureihe 50 hervorgegangen ist, wurde dieser als 50E bezeichnete Kessel nach kleinen Anpassungen des Lokomotivrahmens auch für die 52er verwendet.

Von 1960 bis 1967 rekonstruierte das RAW Stendal 200 Lokomotiven der Baureihe 52 mit Achslagerstellkeilen und dem Kessel 50E sowie weiteren Verbesserungen zur Baureihe 52.80. Die bei den Personalen beliebte und leistungsfähige 52.80 blieb bis Ende der 1980er Jahre im Zugdienst eingesetzt. Einige Maschinen erlebten noch nach der Wende die Umkennzeichnung zur Baureihe 052. Die DB AG musterte die Lokomotivreihe 1995 aus.

Die 52 8038 blieb bis 1992 bei der DR. Danach wurde sie in Blomberg vor einem Restaurant mit drei Reisezugwagen aufgestellt und verkam langsam aber sicher. Die DEW suchte 1994 eine Schlepptender Dampflok und wurde dabei auf diese Maschine aufmerksam. Mit der GLI in Obernkirchen hatte der Verein ein Partner gefunden, der die Lokomotive kaufte und dem Verein über einen Nutzungsvertrag zur Verfügung stellte. Die Dampfeisenbahn Weserbergland hat die Maschine aufgearbeitet, 1996 vom Sachverständigen abnehmen und wieder für den Verkehr zugelassen. Seither steht sie beim Verein im Betrieb.

Else Im Jahre 2006 wurde die Maschine mit finanzieller Unterstützung der Volksbankstiftung durch die Dampfeisenbahn Weserbergland aus der Insolvenzmasse gekauft und auf den Namen „Else“ getauft. Die Maschine befindet sich nicht hochglanzpoliert im Einsatz, sondern ist im Zustand einer gepflegten Betriebsmaschine unterwegs. Die Maschinen der Baureihe 52.80 sind mit dem Wannentender 2´2´T30 gekuppelt, 22,97 Meter lang und bringen bei 2/3 Betriebsstoffvorräten 136 Tonnen auf die Waage. Als Güterzuglokomotive mit 16 Tonnen Achsfahrmasse gehören sie zur Gattung G 56. 16 mit der Bauart 1 E h2. Mit einem Treib- und Kuppelraddurchmesser von 1400 mm ist sie vorwärts 80 km/h und rückwärts 50 km/h schnell.